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20. Juli – eine Mahnung

Am kommenden Montag, dem 20. Juli, jährt sich das Attentat von Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Hitler. Mit Hitlers Tod wollten von Stauffenberg und seine Mitverschwörer 1944 das verbrecherische Nazi-Regime stürzen.

Sie leisteten Widerstand gegen ein Unrechtsregime. Denn nichts anderes war Nazi-Deutschland: Menschen wurden verfolgt, verschleppt, ausgebeutet, gefoltert, brutal ermordet – im Namen von Volk, Vaterland und Führer. Dieses faschistische und menschenverachtende Regime sollte am 20. Juli 1944 endlich beendet werden. Aber das Attentat scheiterte. Hitler überlebte, Claus von Stauffenberg und viele seiner Mitverschwörer haben mit ihrem Leben bezahlt.

Die Erinnerung an ihren Mut und Widerstand haben wir bitter nötig. Denn sie hilft, auch heutige Entwicklungen kritisch zu sehen. Und wach zu bleiben, damit es nicht wieder zu einem solchen Unrechtsregime kommen kann. Aufzumerken, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden. Die Protestbewegung „Black lives matter“ ist auch bei uns angekommen und zeigt, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht nur ein Problem in den USA sind. Antisemitische Hetze und Schändungen von Friedhöfen gibt es auch bei uns im Saarland zu beklagen und es ist wichtig, diese Taten zu benennen. Rechtsextreme Äußerungen und Bedrohungen wie sie aktuell in Hessen gegen eine Rechtsanwältin und Politikerinnen der Linken gerichtet werden, brauchen eine klare Antwort von uns Bürgerinnen und Bürgern neben der entsprechenden Strafverfolgung durch den Staat. Zu recht muss in der Bundeswehr und der Polizei entschlossen gegen Rechtsextremismus in den eigenen Reihen vorgegangen werden.

Darin sehe ich auch die Würdigung des Einsatzes aller, die damals gegen das Nazi-Unrechtsregime kämpften. Ihr Einsatz war nicht umsonst. Denn wir leben heute in einer Demokratie. Wir haben eine der freiheitlichen Verfassungen der Welt. In unserer Gesellschaft können wir unsere Meinung äußern. Aber es gilt auch zu prüfen, ob eine Äußerung oder Tat mit unserem Grundgesetz und demokratischen Verständnis übereinstimmt. Wenn nicht, sollten wir uns trauen, es auch zu sagen. Denn das Hitler-Regime zeigt, wohin faschistisches Denken und Handeln führt. Deshalb müssen wir denjenigen, die die Menschenwürde anderer beschädigen und deren Menschenrechte mit Füßen treten, die klare Kasnte zeigen.

 

Sie können das Video zum Beitrag unter der folgende Adresse anschauen:

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=90176